Angesichts von KI stehen französische Unternehmen laut Umfrage vor organisatorischen Hürden
Eine Umfrage von Kéa und OpinionWay unter 802 französischen Führungskräften zeigt, dass trotz wachsenden Bewusstseins für die strategische Bedeutung von KI die meisten Unternehmen keine KI-Governance etabliert haben, Vorteile selten messen und Schwierigkeiten haben, über Experimente hinauszukommen. Die Kluft zwischen Erkenntnis und Skalierung bleibt groß, mit großen Herausforderungen bei Talenten, Datenqualität und Management.
Eine von Kéa und OpinionWay unter 802 französischen Führungskräften durchgeführte Umfrage zeigt zwei Jahre nach dem Aufkommen generativer KI: Während 61 Prozent der Führungskräfte KI als großes Transformationsthema betrachten (in Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern sogar 93 Prozent), glauben nur 28 Prozent, dass eine vollständige organisatorische Umstrukturierung notwendig ist. Große Unternehmen sind weiter: 66 Prozent ihrer Führungskräfte sehen die Notwendigkeit einer umfassenden Neuausrichtung, und eine Mehrheit ist der Ansicht, dass KI ihr Geschäftsmodell infrage stellt, während französische Führungskräfte insgesamt KI weiterhin vor allem als Werkzeug zur Verbesserung bestehender Prozesse betrachten. Die Einführungen bleiben experimentell: Nur 16 Prozent der Organisationen haben mehrere Anwendungsfälle in großem Maßstab oder ein strukturiertes KI-Projektportfolio, während ein Drittel sich noch in der Erkundungsphase befindet. Die Governance hinkt hinterher: 75 Prozent der Unternehmen haben weder einen Chief Data Officer noch einen für KI zuständigen Manager, 60 Prozent haben weder die Abhängigkeit von KI-Technologieanbietern bewertet noch Protokolle für den Umgang mit fehlerhaften KI-gestützten Entscheidungen, und 51 Prozent haben keine „roten Linien“ für den Einsatz von KI in bestimmten Rollen oder Anwendungen definiert. Die Leistungsmessung ist schwach: Weniger als ein Drittel der Führungskräfte hat den Nutzen von KI-Projekten bewertet, und nur 10 Prozent verfügen über fortschrittliche Steuerungsinstrumente wie eigene Dashboards oder die Integration in Finanzmodelle. Die Haupthindernisse sind nun organisatorischer und menschlicher Natur: Fachkräftemangel (42 Prozent), unzureichende Datenqualität (40 Prozent) und begrenzte Zeit der Führungskräfte (38 Prozent). Diese Herausforderungen sind in großen Unternehmen noch gravierender (60 Prozent nennen Fachkräftemangel, 54 Prozent fehlende Qualifikationen).
Quelle: Le Monde Informatique — IA —
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