RegulierungKI-Sicherheit 🇷🇺 11.08.2026 20:03

Kalifornien bereitet Verbot von „Gedankenlesen“ bei Mitarbeitern vor — Arbeitgeber unzufrieden

Die kalifornischen Gesetzgeber entwerfen Gesetzesvorlagen, AB 1883 und AB 1542, um die Überwachung von Gehirn- und Nervensystemdaten am Arbeitsplatz zu regulieren. Diese sollen Arbeitgebern verbieten, solche Daten zur Vorhersage emotionaler Zustände zu nutzen. Die Vorlagen zielen darauf ab, neuronale Daten als sensible persönliche Informationen einzustufen und Unternehmen den Verkauf zu untersagen, was bei Arbeitgebern Bedenken hinsichtlich der Nutzung dieser Erkenntnisse hervorruft.
Die kalifornischen Gesetzgeber arbeiten daran, die Kluft zwischen neuer Neurotechnologie und bestehenden rechtlichen Normen zu schließen, ähnlich wie bei früheren Problemen mit künstlicher Intelligenz, die Arbeitskräfte verdrängte. Sie bringen die Gesetzesentwürfe AB 1883 und AB 1542 voran, um die Erfassung und Nutzung neuronaler Daten aus der Aktivität des Gehirns und des peripheren Nervensystems zu regulieren, die durch Verbrauchergeräte wie Kopfhörer, Stirnbänder, Armbänder und AR-Headsets gewonnen werden können. Diese Geräte können in Kombination mit Algorithmen des maschinellen Lernens Zustände wie Aufmerksamkeit, Müdigkeit und Stress ableiten. AB 1883 zielt auf Arbeitsplatzüberwachungssysteme ab und verbietet Arbeitgebern, diese zu nutzen, um emotionale Zustände zu erkennen oder vorherzusagen oder neuronale Daten zu sammeln, außer aus Sicherheitsgründen und für spezifische Verteidigungs-, Luftfahrt- und Raumfahrtprogramme. Es sieht Geldstrafen von bis zu 500 Dollar pro Verstoß vor und ermöglicht rechtliche Schritte. AB 1542 würde Unternehmen verbieten, sensible persönliche Informationen, einschließlich neuronaler Daten, an Dritte zu verkaufen oder weiterzugeben, und baut auf einem Gesetz von 2024 (SB 1223) auf, das neuronale Daten als sensibel einstufte. Eine Studie der Neurorights Foundation ergab, dass 20 von 30 Herstellern von Neurotechnologie für Verbraucher in ihren Richtlinien die Datenübertragung an Dritte erlaubten. Den Gesetzgebern geht es weniger um wörtliches Gedankenlesen, sondern mehr um die rasche Zunahme der Genauigkeit bei der Dekodierung neuronaler Signale durch KI. Ab Januar 2027 wird die Anforderung der California Privacy Protection Agency für automatisierte Entscheidungssysteme eine weitere Kontrollebene hinzufügen. Arbeitgeber wehren sich gegen diese Maßnahmen, und die Gesetzgeber räumen ein, dass sie große Konzerne möglicherweise nicht daran hindern können, neuronale Daten intern zu nutzen.
Quelle: 3DNews — Original
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