AnwendungenForschung 🇷🇺 28.07.2026 08:04

Chatbots in Asien unbeliebt: Kulturelle Anpassung fehlt

Ein Forscher der University of Canterbury stellte fest, dass die meisten Sprachassistenten mit westlichen Beispielen trainiert werden, was sie in Asien ineffektiv macht. Er schlug ein vierteiliges Schema vor, um kulturelle Merkmale von Anfang an in Chatbots zu integrieren, anstatt sie später anzupassen. In Jakarta sollte ein Bot zum Beispiel nach Staus fragen statt nach dem Wetter.
Professor Vic Naidoo von der University of Canterbury hat zusammen mit seiner Kollegin Karman Kaur Chadha ein einfaches vierteiliges Schema entwickelt, um kulturelle Merkmale sofort in Chatbots zu integrieren. Der erste Schritt besteht darin, lokale Normen, Sprache und Kontext in die Daten einzubetten. Der zweite Schritt ist, dem Bot beizubringen, im Laufe des Gesprächs Tonfall, Tempo und Kommunikationsstil anzupassen. Der dritte Schritt ist, die Funktionsweise des Bots in einer für das jeweilige Publikum verständlichen Sprache zu erklären. Der vierte Schritt ist, Aufsicht, kulturelle Risikoprüfungen und die Einbeziehung von Anwohnern in die Evaluierung zu organisieren. Naidoo nannte ein Beispiel: Ein australisches Unternehmen startete Chatbots in Indonesien, Thailand und Vietnam, aber die Menschen wollten einfach nicht mit ihnen sprechen. Ingenieure übersetzten die Antworten in lokale Sprachen, aber das reichte nicht aus. In einem westlichen Umfeld beginnt der Bot ein Gespräch mit einer Bemerkung über das Wetter, aber in Jakarta ist es viel natürlicher, nach Verkehrsstaus zu fragen. Ohne eine solche Konfiguration verliert der Bot den Nutzer. Naidoo glaubt, dass die Hauptfrage ist, ob das System der Person, die mit ihm interagiert, einen Nutzen bringt. Wenn eine Person dem Bot nicht vertraut und nicht mit ihm umgehen möchte, sind alle Investitionen umsonst.
Quelle: Hightech.fm — Original
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