KI verändert den Arbeitsmarkt: Nachfrage nach GenAI-Kenntnissen hat sich in zwei Jahren verfünffacht
Сбер
Das Zentrum für makroökonomische Forschung der Sberbank hat eine Studie darüber veröffentlicht, wie generative KI den russischen Arbeitsmarkt verändert. Bei historisch niedriger Arbeitslosigkeit von 2,1 Prozent und schrumpfender Arbeitskräftereserve ist die Nachfrage nach GenAI-Kenntnissen in Stellenausschreibungen innerhalb von zwei Jahren um das Fünffache gestiegen. Arbeitgeber verlagern sich von automatisierungsanfälligen zu erweiterten Rollen, während neue KI-bezogene Berufe entstehen.
Einer Studie des Zentrums für makroökonomische Forschung der Sberbank zufolge durchläuft der russische Arbeitsmarkt einen strukturellen Wandel, der durch generative KI vorangetrieben wird. Die Arbeitslosigkeit liegt auf einem historischen Tief von 2,1 Prozent, und die Arbeitskräftereserve ist nahezu erschöpft, wobei die Löhne schneller wachsen als die Produktivität – die aufgelaufene Kluft seit 2012 beträgt etwa 30 Prozentpunkte. Der Anteil der Stellenausschreibungen, die Kenntnisse in generativer KI erfordern, hat sich in zwei Jahren verfünffacht und hat sich über technische Rollen hinaus auf Marketing, Design, Sozial Media Management und Verwaltungsfunktionen ausgeweitet. Neue Berufsbilder entstehen, darunter KI-Trainer beziehungsweise -Annotator, Prompt-Ingenieur, LLMOps-Ingenieur, KI-Agenten-Entwickler und KI-Produktmanager. Bei den Technologien verschiebt sich die Nachfrage hin zu russischen Modellen: GigaChat belegt den dritten Platz bei der Erwähnung in Stellenausschreibungen, und Kandinsky ist vom zwölften auf den achten Platz aufgestiegen. Die Studie stellt einen schwachen Zusammenhang zwischen KI-Exposition und Arbeitgebernachfrage fest, was auf gegenläufige Effekte von Automatisierung und Augmentierung zurückzuführen ist. Der Anteil der Stellen mit hohem Automatisierungspotenzial fiel von 30,5 Prozent auf 24,1 Prozent, während der Anteil mit hohem Augmentierungspotenzial von 18,0 Prozent auf 23,6 Prozent stieg. Alexander Issakow, Leiter des Zentrums, sagte, KI helfe, den Arbeitskräftemangel zu mildern, indem sie die Produktivität steigere und Arbeitsressourcen umverteile, wobei sich der Trend zu weniger automatisierungsanfälligen Stellen verstärke.
Quelle: CNews —
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