KI versprach Einstellungswachstum: In Russland bestätigte sich der Effekt nicht
OpenAI
Anthropic
Midjourney
In den USA stellen Unternehmen, die generative KI einsetzen, schneller ein als Wettbewerber. Der Autor versuchte, dies in Russland anhand von Daten tausender Unternehmen zu replizieren, fand jedoch keinen positiven Effekt auf die Einstellung. Stattdessen ist die KI-Einführung in Russland mit finanziellen Spielräumen verbunden: Reichere Unternehmen stellen sowohl Menschen als auch KI ein, während ärmere Unternehmen KI als Ersatz für menschliche Arbeitskräfte nutzen.
Eine im Februar 2026 vom Ramp Economics Lab (Kharazian, Simon & Stevens) durchgeführte Analyse der Zahlungen von 21.500 US-Unternehmen an KI-Anbieter ergab, dass Firmen, die mehr für generative KI ausgeben, anschließend schneller Personal aufbauen als vergleichbare Unternehmen. Der Autor versuchte, dies in Russland zu replizieren, wobei er anstelle von Zahlungsdaten offene Regierungsdaten (hh.ru-Stellenanzeigen, Steuerbehördenberichte) nutzte. Etwa 9.000 KI-bezogene Stellenanzeigen von 1.076 Unternehmen wurden identifiziert und mit Kontrollfirmen abgeglichen. Die russischen Ergebnisse unterscheiden sich: Intensive KI-Nutzer zeigen keinen signifikanten Einstellungsunterschied zu Kontrollfirmen, während gelegentliche Nutzer etwa 15 % langsamer wachsen (p=0,052). Dies wird auf Russlands extrem niedrige Arbeitslosigkeit und den angespannten Arbeitsmarkt in den Jahren 2023-2024 zurückgeführt, wo KI eher ein Ersatz für nicht verfügbare Arbeitskräfte ist als eine Ergänzung. Zudem waren intensive Nutzer bereits vor der generativen KI-Welle (2018-2021) auf Wachstumskurs, und die stärksten Einstellungen nach 2022 fanden in den profitabelsten Firmen statt (slack-getriebene Einstellungen). Das US-Ergebnis, dass KI-Einführung zu schnelleren Einstellungen führt, gilt in Russland nicht; stattdessen signalisiert KI-Einführung finanzielle Spielräume, nicht Wachstumsdynamik.
Quelle: Habr — хаб ИИ —
Original
