Französischer Parlamentsbericht schlägt generative KI in der Mittelstufe und einen Pflichtbeitrag der KI-Anbieter vor
Ein Informationsbericht der französischen Nationalversammlung unter Leitung der Abgeordneten Céline Calvez, der am 1. Juli 2026 angenommen wurde, enthält 26 Empfehlungen zu KI in Bildung und Kultur, darunter die Senkung des Alters für die beaufsichtigte Nutzung generativer KI in Schulen von der 4. auf die 6. Klasse sowie die Prüfung eines verpflichtenden finanziellen Beitrags von KI-Anbietern zur Entschädigung von Urhebern. Der Bericht ist nicht bindend und würde für seine Umsetzung künftige Gesetze erfordern.
Am 1. Juli 2026 hat der Kulturausschuss der Nationalversammlung die Veröffentlichung eines Informationsberichts (Nr. 2993) darüber genehmigt, wie künstliche Intelligenz Bildung und Kultur verändert. Der Bericht wurde von der Berichterstatterin Céline Calvez unter dem Vorsitz von Roger Chudeau erstellt. Er enthält 26 Empfehlungen, die sich auf Kultur/Kreativität, Urheberrecht und Bildung verteilen. Im Bildungsbereich schlägt er vor, den beaufsichtigten pädagogischen Einsatz generativer KI ab der 6. Klasse zu erlauben, anstatt wie bisher erst ab der 4. Klasse, wobei grundlegende KI-Kenntnisse bereits in der Grundschule ohne direkte Nutzung von Werkzeugen vermittelt werden sollen. Zudem fordert er geschützte 'KI-freie' Unterrichtszeiten, ähnlich wie Mathematik ohne Taschenrechner zu unterrichten, um die kognitive Anstrengung zu erhalten, und warnt vor Risiken wie reduziertem Engagement, übermäßiger Bildschirmzeit und kultureller Voreingenommenheit durch ausländische Modelle. Er empfiehlt verpflichtende kontinuierliche KI-Schulungen und regelmäßige Zertifizierungen für Lehrkräfte sowie eine öffentlich beschaffte 'KI-Schultasche' mit zertifizierten souveränen Werkzeugen für Schulen. Im Kultur- und Urheberrechtsbereich ist der bemerkenswerteste finanzielle Vorschlag die Prüfung eines verpflichtenden pauschalen, nicht-steuerlichen Beitrags, der allen KI-Anbietern – sowohl allgemeinen als auch spezialisierten – auf der Grundlage der in Frankreich erzielten Einnahmen auferlegt wird und von der Regulierungsbehörde Arcom überwacht werden soll. Die Erlöse sollen zur Vergütung von Urhebern verwendet werden und nicht zur Finanzierung von Schulen. Der Bericht legt keine Sätze, Schwellenwerte oder Gesamtbeträge fest und überlässt dies zukünftigen Gesetzen und Verordnungen, schlägt jedoch reduzierte Beiträge für Unternehmen vor, die bereits Lizenzvereinbarungen mit Rechteinhabern haben, ein EU-weites Opt-out-Register für Urheber und obligatorische Filter gegen vollständig synthetische Inhalte auf Plattformen. Der Bericht baut auf dem ins Stocken geratenen Gesetzesentwurf von Darcos zu KI und Urheberrecht auf, der im April 2026 vom Senat verabschiedet, aber von der Nationalversammlung noch nicht geprüft wurde, und ist als ergänzender Ansatz für die laufende nationale und europäische Debatte über die Wertverteilung mit dem Kultursektor gedacht. Als Informationsbericht und nicht als Gesetz sind seine Maßnahmen noch nicht bindend; die Änderung der Altersgrenze im Bildungsbereich würde eine Entscheidung des Bildungsministeriums erfordern, und es wurde kein Beitragsbetrag veröffentlicht.
Quelle: ActuIA —
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