Welche Rolle sollte KI bei psychologischer Hilfe spielen? Erkenntnisse aus einer dreijährigen Studie der Indiana University
Eine dreijährige Studie von Forschern der Indiana University zur Kunsttherapie zeigt, dass Praktiker offen für den Einsatz von KI sind, wenn diese ihr professionelles Urteilsvermögen verbessert und nicht ersetzt. Die Studie führt das Konzept eines "reflektiven Gerüsts" und ein 4×3-Modell für die Gestaltung von KI-Systemen für vertrauensbasierte Berufe ein und betont, dass Autonomie ohne Verantwortung inakzeptabel ist.
Forschende der Indiana University führten eine dreijährige Studie mit 56 Kunsttherapeuten durch, um die akzeptablen Rollen von KI in der psychologischen Hilfe zu untersuchen. Die im International Journal of Art Therapy veröffentlichte Studie nutzte das Double-Diamond-Framework und drei Phasen: Interviews, Co-Design und Evaluation. Das wichtigste Ergebnis war, dass Therapeuten KI ablehnen, wenn sie Erfahrungen der Klienten interpretiert oder Entscheidungen an ihrer Stelle trifft, sie jedoch akzeptieren, wenn sie Reflexion, Struktur und Autonomie der Klienten unterstützt. Dies führte zum Konzept des 'reflektiven Gerüsts', bei dem KI den Denkraum erweitert, ohne endgültige Urteile zu fällen. Das daraus resultierende 4×3-Modell integriert Methoden der Mensch-Computer-Interaktion über vier Phasen und priorisiert professionelle Autonomie. Die Studie misst nicht die klinische Wirksamkeit, und die Autoren fordern zukünftige Forschung in der realen Praxis mit Klienten.
Quelle: Habr — хаб ИИ —
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