KI verschärft die digitale Ungleichheit massiv
Künstliche Intelligenz (KI) vertieft die digitale Kluft, da Rechenleistung und Fachkenntnisse in wenigen Ländern und Regionen konzentriert sind. Während einige Nationen wie Indonesien und Südafrika versuchen, lokale KI-Kapazitäten aufzubauen, bleiben die meisten Konsumenten importierter Systeme und riskieren wirtschaftliche und technologische Marginalisierung.
Künstliche Intelligenz wird Teil der Alltagsinfrastruktur, aber ihre Vorteile sind ungleich verteilt und verstärken bestehende Ungleichheiten bei Konnektivität, Fähigkeiten und institutioneller Kapazität. Laut dem KI-Index von Stanford beherbergen die USA über 5.000 Rechenzentren, mehr als zehnmal so viele wie jedes andere Land, und Daten der Weltbank zeigen, dass die USA 2023 etwa 87 % der weltweiten Exporte von Cloud-Computing und Datenspeicherung ausmachten. In den OECD-Ländern verfügen nur etwa 40 % der Erwachsenen über mehr als grundlegende digitale Problemlösungsfähigkeiten, und die KI-bezogene Ausbildung ist stark nach Bildungsgrad geschichtet: 36 % der Personen mit Tertiärbildung absolvierten eine KI-Schulung, gegenüber 18 % mit Sekundarstufe II. Südafrikas nationaler KI-Strategieentwurf wurde zurückgezogen, nachdem KI-generierte halluzinierte Zitate entdeckt wurden, was Kapazitätslücken verdeutlicht. Indonesiens BRIN baut praktische KI-Tools wie satellitengestützte Fischfindung für Fischer und mehrsprachige Sprachmodelle für Javanisch und Sundanesisch, mit dem Ziel, jährlich 100.000 KI-Arbeitskräfte auszubilden. Regionale Zusammenarbeit, wie die Afrikanische Kontinentale KI-Strategie und der Kigali Global AI Summit, erkundet Wege, die Abhängigkeit von externen KI-Systemen zu verringern. Das Kernproblem ist nicht nur der Zugang, sondern die Teilhabe an der Gestaltung dessen, wofür KI da ist und welchen Prioritäten sie dient.
Quelle: IEEE Spectrum AI —
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