ChatGPT-Spuren im Gerichtsurteil: Hessische Richter bevorzugen KI-Quellen
OpenAI
Eine aktuelle Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs offenbart Spuren von ChatGPT in seiner Begründung, da Links mit 'source=chatgpt.com' gefunden wurden. Dies verdeutlicht die Risiken der Nutzung von KI für juristische Recherchen, einschließlich Bedenken hinsichtlich fehlerhafter Zitate und KI-Halluzinationen.
Ein Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 24. Juni 2026, mit dem eine Rechtsfrage dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt wird, enthält fünf Weblinks, die auf 'source=chatgpt.com' enden, was darauf hindeutet, dass die Richter OpenAIs ChatGPT für Recherchezwecke genutzt haben. Das Gericht räumte ein, dass ein zitiertes georgisches Dekret aus dem Jahr 2026 nicht durch den verlinkten Artikel von 2025 gestützt wurde, argumentierte jedoch, dass andere Quellen den rechtlichen Standpunkt bestätigten. Ein weiterer Link zu einem Dekret von 2015 verwies auf eine Änderung von 2025, was ähnliche Zweifel aufwarf, obwohl das Gericht darauf bestand, dass das Zitat ausreichend sei. Das Gericht verteidigte seine Nutzung von KI mit dem Hinweis auf den schwierigen Zugang zu georgischen Rechtsquellen und erklärte, dass aufgrund der Fehleranfälligkeit von KI eine Gegenprüfung durchgeführt worden sei. Die Frage, ob solche KI-bezogenen Spuren aus Dokumenten entfernt werden sollten, verwies es auf die richterliche Unabhängigkeit, solange keine sensiblen Informationen an externe KI-Systeme übertragen würden.
Quelle: Heise online —
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