Ehemalige OpenAI-Forscherin entwickelt 'Telepathie'-Modelle für gedankenbasierte KI-Interaktion
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Naomi Bashkansky, eine ehemalige OpenAI-Forscherin, verließ das Unternehmen, um sich Conduit als Gründungsforscherin anzuschließen. Ihr Ziel ist es, Modelle zu entwickeln, die Gedanken mithilfe nicht-invasiver neuronaler Daten in Text umwandeln. Das Unternehmen hat bereits 10.000 Stunden neuronaler Daten gesammelt, die Ergebnisse sind jedoch vorläufig und noch nicht peer-reviewed. Der Artikel diskutiert den ambitionierten Zeitplan und die potenziellen Einschränkungen dieser Gehirn-Computer-Schnittstellentechnologie.
Naomi Bashkansky, die OpenAI am 23. Juli 2026 verlassen hat, ist dem Unternehmen Conduit als Gründungsforscherin beigetreten. In einem Blogbeitrag vom 4. August kündigte sie die Entwicklung von Telepathie-Modellen an, die Gedanken in Text umwandeln und mit nicht-invasiven neuronalen Daten trainiert werden. Ihre Vision umfasst eine Zukunft, in der eine Person ein neuronales Stirnband trägt, das per Bluetooth mit dem Computer verbunden ist und es ihr ermöglicht, einen KI-Agenten durch Gedanken zu steuern. Sie skizziert einen Zeitplan: Bis 2027 sollen Gedanken in Blöcken von einigen Sekunden entschlüsselt werden; bis 2030 könnten KI-Systeme neuronale Repräsentationen direkt verarbeiten, einschließlich nicht-verbaler Inhalte wie mentaler Bilder; und bis 2035 eine intimere Symbiose, bei der sich KI wie ein sechster Sinn anfühlt. Diese Daten werden als optimistisch, aber plausibel beschrieben, nicht als offizieller Fahrplan. Conduit hat etwa 10.000 Stunden neuronaler Daten von Tausenden von Teilnehmern gesammelt, die Headsets tragen und auf Anweisungen mit Sprache oder Tippen reagieren und dabei 50 Dollar pro Sitzung in San Francisco verdienen. Die ersten Ergebnisse des Unternehmens zeigen, dass sein Modell, wenn es den Gedanken „der Raum schien kälter“ erhält, einen Satz wie „eine Brise“ oder „ein leichter Windstoß“ vorhersagt, was darauf hindeutet, dass es die Bedeutung rekonstruiert und nicht die exakten Wörter. Conduit hat noch keine wissenschaftliche Studie veröffentlicht, und seine Beispiele sind selbstselektiert. Die Technologie stützt sich auf Sprachmodelle (LLMs), um verrauschte und unvollständige Signale zu interpretieren, und vergleicht den Prozess mit einem GPS, das ein Signal mit einer Karte kombiniert. Eine wesentliche Einschränkung besteht darin, dass generierte Sätze die erkannte Absicht mit Modellannahmen vermischen können, was das Risiko unbeabsichtigter Handlungen birgt. Forschung wie das Brain2Qwerty-System von Meta hat gezeigt, dass Sprachaktivität ohne Implantate dekodierbar ist, wenn auch mit hohen Fehlerraten. Der Artikel wirft Fragen zu Privatsphäre und Ethik auf, etwa zur Datenhoheit, zum möglichen Missbrauch für das Training anderer Modelle und zur Unterscheidung zwischen freiwilligen Befehlen und flüchtigen Gedanken. Es wird die Ironie hervorgehoben, dass die Kontrolle über KI möglicherweise erfordert, die intimsten Signale mit ihr zu teilen, und Conduit muss zuerst das Problem lösen, welche Gedanken wirklich zur Übertragung bestimmt sind.
Quelle: Numerama —
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