Amazon gab 1,8 Millionen US-Dollar für Claude aus: Eine teure Lektion in der Überwachung von KI-Agenten
Anthropic
OpenAI
Amazon gab 1,8 Millionen US-Dollar für eine einzige Claude-Sonnet-Aufgabe aus, um Autoreninformationen auf seiner Website automatisch auszufüllen, und überschritt damit das Budget um 860 Prozent. Das Problem wurde erst fünf Monate später entdeckt, und die Bereitstellung scheiterte letztendlich. Der Vorfall verdeutlicht wachsende Bedenken, dass KI-Token-Kosten bei großen Technologieunternehmen außer Kontrolle geraten, was zu Nutzungslimits und Überwachung führt. Trotz dieser Rückschläge investiert Amazon weiterhin aggressiv in KI, wobei AWS wesentlich zu den Ergebnissen des zweiten Quartals 2026 beiträgt.
Amazon hat kürzlich versucht, mit Claude Sonnet die Autoreninformationen auf seiner Website automatisch zu befüllen. Doch die scheinbar einfache Aufgabe kostete am Ende 1,8 Millionen Dollar – das Budget wurde um 860 Prozent überschritten – und fiel erst nach fünf Monaten auf, wobei die Bereitstellung letztlich scheiterte. Gemäß der öffentlichen Preisgestaltung von Anthropic von 3 Dollar pro Million Eingabe-Token und 15 Dollar pro Million Ausgabe-Token hätten 1,8 Millionen Dollar bis zu 600 Milliarden Token verbrauchen können, was etwa der doppelten Größe des gesamten Trainingskorpus von GPT-3 entspricht. Dieser Vorfall ist kein Einzelfall; ähnliche Fälle sind bei Amazon mehrfach aufgetreten und blieben oft lange unbemerkt. Trotz dieser Fehlschläge treibt Amazon seine aggressive Automatisierung weiter voran. CEO Andy Jassy kündigte eine geplante Investitionsausgabe von etwa 220 Milliarden Dollar für 2026 an, die hauptsächlich in AWS, kundenspezifische KI-Chips und Strominfrastruktur fließen soll. Im zweiten Quartal 2026 meldete AWS einen Nettoumsatz von 42,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 37 Prozent im Jahresvergleich, was etwa 60 Prozent des gesamten Betriebsgewinns von Amazon ausmacht. In der Zwischenzeit hat Amazon seit Oktober 2025 rund 30.000 Arbeitsplätze gestrichen und will bis 2033 etwa 75 Prozent der Lagerabläufe automatisieren, was die Beschäftigung in den USA um über 600.000 Arbeitsplätze reduzieren könnte. Externe Beobachter, darunter der Nobelpreisträger Daron Acemoglu, warnen, dass Amazon zu einem „Netto-Arbeitsplatzvernichter“ werden könnte. Das Problem explodierender Token-Kosten ist nicht nur bei Amazon zu finden; auch Meta, Uber und andere haben ähnliche Überschreitungen erlebt. Meta hat sogar ein internes Ranking namens Claudeonomics eingeführt, das den Token-Verbrauch von 85.000 Mitarbeitern verfolgt, mit einer monatlichen Rechnung von umgerechnet 221 Millionen Dollar, was zu Token-Obergrenzen und einer zentralen Überwachungsplattform führte. Sam Altman enthüllte, dass die internen Vielnutzer von OpenAI bis zu 100 Milliarden Token pro Monat verbrauchen, und ein Mitarbeiter nutzte in einer einzigen Woche 210 Milliarden Token. Eine Umfrage ergab, dass nur 26 Prozent der Unternehmen volle Transparenz über ihre KI-Kosten haben. Der Artikel zitiert auch den historischen Fall von Knight Capital, das innerhalb von 45 Minuten 440 Millionen Dollar aufgrund eines fehlerhaften automatisierten Handelssystems verlor und daraufhin zusammenbrach – eine warnende Geschichte über die Gefahren unkontrollierter Automatisierung.
Quelle: QbitAI 量子位 —
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