Portugal stellt offenes LLM Amália für 7 Millionen Euro vor, während Frankreich noch über KI-Souveränität debattiert
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Am 1. Juli 2026 hat Portugal offiziell Amália vorgestellt, das als erstes offenes großes Sprachmodell in europäischem Portugiesisch gilt. Finanziert durch den Aufbau- und Resilienzplan mit einer öffentlichen Investition von 7 Millionen Euro, wurde Amália durch die Anpassung bestehender offener Modelle und die Nutzung gemeinsamer europäischer Recheninfrastruktur entwickelt. Dies steht im Gegensatz zu Frankreich, das trotz eines globalen Champions in Mistral AI und eines öffentlichen Supercomputers kein nationales öffentliches Sprachmodell geliefert hat.
Am 1. Juli 2026 stellte die portugiesische Regierung Amália vor, das sie als erstes offenes Large Language Model (LLM) bezeichnet, das in europäischem Portugiesisch entwickelt wurde. Das Projekt, koordiniert von der NOVA-Universität Lissabon zusammen mit anderen Universitäten und Forschungszentren, mobilisierte über sechzig Forscher und wurde durch den Aufbau- und Resilienzfonds (PRR) mit einer öffentlichen Investition von bis zu 7 Millionen Euro bis 2027 finanziert. Das Modell ist unter der Apache-2.0-Lizenz auf Hugging Face verfügbar. Amália ist kein einzelnes System, sondern eine Reihe von Modellen: ein Textmodell mit 9 Milliarden Parametern, ein Bildmodell und eine Sprachverständniskomponente. Das Textmodell baut auf bestehenden offenen Modellen auf, insbesondere EuroLLM-9B und GlorIA, und erweitert die Vortrainingsphase von EuroLLM, um das Wissen über europäisches Portugiesisch zu verbessern und den Kontextrahmen auf 32.000 Token zu erhöhen. Dieser Ansatz kostete deutlich weniger als ein Training von Grund auf. Ähnliche Strategien wurden anderswo in Europa verfolgt, wie beim baskischen Latxa, bei Spaniens ALIA, bei Deutschlands Teuken-7B und beim EU-Projekt OpenEuroLLM. Im Gegensatz dazu hat Frankreich Mistral AI, ein privates Unternehmen, und Albert, eine staatliche Infrastruktur, die Drittanbietern offene Modelle bereitstellt, aber kein öffentlich trainiertes nationales Sprachmodell, trotz früherer Bemühungen wie BLOOM. Amália hat Einschränkungen: Es ist eine Anpassung eines bestehenden Basismodells und hat nur 9 Milliarden Parameter, weit entfernt von Top-Systemen aus den USA oder China. Dennoch zeigt es, dass ein souveränes, offenes LLM, das an eine Sprache angepasst ist, mit einem Universitätskonsortium, EU-Mitteln und gemeinsamer Recheninfrastruktur erreicht werden kann.
Quelle: ActuIA —
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