KI-Boom verursacht Speichermangel bei Autoherstellern: GM und BYD erhöhen Preise
General Motors
BYD
Micron
Der KI-Boom hat zu einer Verknappung von Speicherchips geführt, die nun auch Autohersteller betrifft. General Motors rechnet mit einem Preisanstieg von 0,3 %, während BYD die Preise für Fahrerassistenzsysteme um 20 % erhöht hat. Experten warnen vor möglichen Lieferverzögerungen und steigenden Fahrzeugkosten.
Der durch den KI-Boom verursachte Mangel an Speicherchips hat nun auch die Automobilindustrie erreicht. General Motors hat seine bisherige Prognose revidiert und erwartet nun einen Anstieg der Neuwagenpreise um 0,3 Prozent in diesem Jahr. GM-Finanzvorstand Paul Jacobson erklärte, dass die Kosten des Unternehmens um 1,5 bis 2 Milliarden US-Dollar gestiegen seien, vor allem aufgrund der steigenden Kosten für Automobilkomponenten, insbesondere Speicherchips. Der chinesische Autoriese BYD hat die Preise für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme um 20 Prozent erhöht. Laut Micron verwendet ein durchschnittliches modernes Auto 90 Gigabyte DRAM- und NAND-Speicher, und bis 2026 wird diese Menge auf 278 Gigabyte anwachsen; Premiummodelle könnten bis zu 2 Terabyte verbrauchen. Infotainmentsysteme benötigen 4 bis 16 Gigabyte, ADAS-Systeme 8 bis 32 Gigabyte, zentralisierte Systeme 16 bis 64 Gigabyte, und mit dem Aufkommen von KI-Assistenten werden mindestens 256 Gigabyte benötigt. Für Fahrzeuge mit Autonomiestufe 4 sind mindestens 300 Gigabyte RAM erforderlich. Die Produktion von Automobilspeicher dauert aufgrund der erforderlichen Zertifizierung länger, was den Mangel verschärft und zu Lieferverzögerungen sowie weiteren Preiserhöhungen führen könnte.
Quelle: 3DNews —
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