AnwendungenRegulierung 🇩🇪 09.08.2026 14:02

Britische Arbeitnehmer nutzen ChatGPT statt Anwälten und überlasten das Justizsystem

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Die Nutzung von KI-Chatbots wie ChatGPT und Grok durch britische Angestellte zur Einreichung von Arbeitsansprüchen ist stark angestiegen, was zu einer hundertfachen Zunahme von Anträgen auf einstweilige Verfügung geführt hat. Dies hat zu einem Anstieg der Ansprüche um 39 Prozent und einer Zunahme des Rückstaus ungelöster Fälle um 55 Prozent geführt.
Laut einem Memorandum der Richter Barry Clarke und Susan Walker hat sich die Zahl der Anträge auf einstweiligen Rechtsschutz vor britischen Arbeitsgerichten verhundertfacht. Arbeitnehmer nutzen ChatGPT oder Grok, um kostenlos rechtliche Schriftsätze zu erstellen, anstatt Anwälte zu bezahlen. Dies hat im Jahr bis März 2026 zu 39 Prozent mehr Klagen geführt, und der Rückstand an unerledigten Fällen ist um 55 Prozent auf 64.000 gestiegen. Viele KI-generierte Schriftsätze sind hunderte Seiten lang und enthalten erfundene Gesetze sowie unrealistische Forderungen. Die Situation könnte sich verschlimmern: Das Beschäftigungsrechtsgesetz der Labour-Regierung fügt etwa 25 neue Klagegründe hinzu und hebt Entschädigungsobergrenzen auf. Der Economist bezeichnet dies als "Tragödie der Allmende", da Arbeitnehmer mit berechtigten Beschwerden länger auf Gerechtigkeit warten müssen und Arbeitgeber höhere Rechtskosten für die Beantwortung von Klagen tragen. In den USA nannte ein Richter KI-generierte Klagen eine "existenzielle Bedrohung für die Bundesgerichte". Eine Studie aus Pakistan zeigt jedoch, dass ein anderer Ansatz funktionieren kann: Dort bearbeiteten Richter mit KI-Zugang und Schulungen mehr Fälle schneller.
Quelle: The Decoder (DE) — Original
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