Pakistanische Richter fällen ihr Urteil über JudgeGPT
OpenAI
Ein groß angelegter Versuch in Pakistan ergab, dass ein maßgeschneidertes KI-Tool für Richter, kombiniert mit Schulungen, die Falllösungsquote um 6,3 Prozent steigerte, ohne die Entscheidungsqualität zu beeinträchtigen. Das auf OpenAI GPT-4 und pakistanischen Rechtsdaten basierende Tool wurde von über 1.500 Richtern genutzt.
In Pakistan hat eine Studie mit 1.559 Prozessrichtern ein maßgeschneidertes KI-Tool namens JudgeGPT getestet, das OpenAIs GPT-4 mit einer Datenbank aus 128.292 Gerichtsurteilen und 943 Gesetzen kombiniert. Das Tool half den Richtern bei der Rechtsrecherche und der Erstellung von Entwürfen, was zu einer Steigerung der pro Bezirk gelösten Fälle um 6,3 Prozent führte, ohne dass die Entscheidungsqualität entsprechend sank. Die von dem Ökonomen Sultan Mehmood geleitete Studie umfasste auch Schulungen für einige Richter, die sich als entscheidend erwiesen: Richter, die eine spezifische JudgeGPT-Schulung erhielten, meldeten sich im Durchschnitt 56 Mal an und sendeten 212 Prompts, verglichen mit 10 Anmeldungen und 25 Prompts bei denjenigen mit allgemeiner Schulung, und diejenigen ohne Schulung ließen das Tool oft ungenutzt. Die Forscher verwendeten die retrieval-augmentierte Generierung, um Halluzinationen zu reduzieren, und bewerteten die Urteilsqualität, indem sie OpenAIs GPT-5-mini vor und nach der Schulung erstellte Urteile verglichen, wobei erfahrene Anwälte in 70,6 Prozent der Fälle mit dem Modell übereinstimmten. Während das Tool den Richtern Zeit sparte, bleiben Bedenken hinsichtlich der Qualität der Justiz und des Risikos einer übermäßigen Abhängigkeit von KI bestehen.
Quelle: IEEE Spectrum AI —
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