Hardware & InferenzKI-Sicherheit 🇺🇸 26.07.2026 19:02

Ein umgestürztes Starkstromkabel offenbart das wachsende Datenzentren-Problem: So könnte die Lösung aussehen

ON.EnergyON.Energy Ting LabsTing Labs
Ein Stromleitungsausfall nahe Washington, D.C. führte dazu, dass sich Rechenzentren nahezu gleichzeitig vom PJM-Netz trennten und innerhalb von 30 Sekunden eine Last von 3,1 GW abwarfen, was Spannungsspitzen verursachte. Experten warnen, dass solche Ereignisse mit steigendem Bedarf an Rechenzentren häufiger werden, und schlagen Lösungen wie sequenzielle Trennungsprotokolle oder batteriebasierte Systeme vor, um Netzschwankungen abzufedern.
Außerhalb von Washington, D.C. fiel eine Stromleitung aus, wodurch innerhalb von etwa 30 Sekunden über 3 Gigawatt Rechenzentrumslast aus dem PJM-Netz verschwand, als die Rechenzentren auf Notstrom umschalteten. Der plötzliche Abfall führte zu einem Spannungsspitzen, der in der gesamten Region Lichter flackern ließ, obwohl kein Blackout auftrat. PJM, der größte US-Netzbetreiber mit 67 Millionen Kunden, verzeichnete eine abgetrennte Last von maximal 3,49 Gigawatt, und es dauerte 11 Minuten, bis sich das Netz stabilisierte. Experten weisen darauf hin, dass solche Ereignisse häufiger auftreten; ein ähnlicher Vorfall im Jahr 2024 betraf 60 Rechenzentren, die 1,5 Gigawatt abtrennten. Northern Virginia, das im PJM-Gebiet liegt, beherbergt die weltweit höchste Konzentration an Rechenzentren. Ali Zain Banatwala von der Independent Electricity System Operator schlug vor, dass Rechenzentren so programmiert werden sollten, dass sie sich sequenziell statt gleichzeitig vom Netz trennen und wieder zuschalten. ON.Energy, ein Startup, hat eine unterbrechungsfreie Stromversorgung entwickelt, die Batterien und Stromumwandlungsgeräte nutzt, um die variable Last des Rechenzentrums vor dem Netz zu verbergen, sodass es Schwankungen absorbieren und Störungen überbrücken kann. Das Unternehmen installiert derzeit 3 Gigawatt seiner Systeme an vier Rechenzentrumsstandorten. Netzbetreiber wie ERCOT beginnen ebenfalls, von großen Lasten zu verlangen, dass sie Störungen ‚durchstehen‘. Rechenzentren machen derzeit etwa 6 Prozent der PJM-Last aus, sollen aber bis 2040 auf 24 Prozent steigen, was das Problem dringlicher macht.
Quelle: TechCrunch AI — Original
Unsere früheren Beiträge zu diesem Thema ↓
Aktuelle Nachrichten