RegulierungGeschäft & Markt 🇩🇪 04.08.2026 16:03

Machtkampf im Silicon Valley stoppt US-Verbote für chinesische KI-Modelle

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Die Trump-Administration erwog strenge Sanktionen gegen chinesische Open-Source-KI-Modelle wie Kimi K3, unter Berufung auf Technologiediebstahl. Nach Protesten von Technologiegiganten wie Nvidia, Meta, Microsoft und Google gab das Weiße Haus jedoch nach und zielt nun darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der USA zu stärken.
Laut einer Untersuchung der New York Times haben Beamte der Trump-Administration, darunter Stabschefin Susie Wiles, Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick, darüber debattiert, ob sie entschiedener in den Open-Source-KI-Markt eingreifen sollten. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehörten Sanktionen, eine Handelsblacklist für chinesische Anbieter offener Modelle sowie ein Verbot für US-Cloud-Unternehmen, Geschäfte mit ihnen zu machen. Die Administration diskutierte auch, welche Modelle Bundesbehörden nutzen dürfen und eine Regulierung über das Handelsministerium. Auslöser war der Aufstieg leistungsstarker chinesischer Modelle, insbesondere Kimi K3 von Moonshot AI, das in einigen Bereichen mit den besten US-Modellen gleichzieht. Michael Kratsios, der Leiter der Wissenschafts- und Technologiepolitik im Weißen Haus, beschuldigte das Unternehmen auf X, das Modell Fable von Anthropic destilliert zu haben, und nannte solchen Technologiediebstahl inakzeptabel. OpenAI und Anthropic, die ihre Modelle proprietär halten, drängten mit Verweis auf nationale Sicherheit auf Beschränkungen für chinesische Konkurrenten, während Nvidia, Microsoft, Google und Meta dagegen Lobbyarbeit betrieben und argumentierten, dass offene Modelle Innovation und Cyberverteidigung beschleunigen. Nvidia-CEO Jensen Huang wurde zum Gesicht des Widerstands, postete am 24. Juli erstmals auf X, um offene Modelle zu verteidigen, und startete ein Sicherheitswerkzeuge-Bündnis, das auf über 230 Mitglieder anwuchs. Christopher Padilla, ein ehemaliger Handelsbeamter, charakterisierte den Streit als einen Käfigkampf um die Zukunft der KI-Branche, bei dem es um Geld und Marktmacht gehe. Brancheninsider erwarten keine harten Maßnahmen vor dem Besuch von Xi Jinping im September. OpenAI teilte der Times mit, dass sowohl offene als auch geschlossene Modelle eine Rolle spielen und dass Fortschritte bei chinesischen Open-Weight-Modellen für einen nationalen Rahmen sprechen. Anthropic lehnte eine Stellungnahme ab, obwohl CEO Dario Amodei seine Position zu Open Source öffentlich geäußert hat. Die Times weist außerdem auf ihre eigene Urheberrechtsklage gegen OpenAI und Microsoft hin.
Quelle: The Decoder (DE) — Original
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