Anwendungen 🇷🇺 15.08.2026 07:01

Russische Behörden beschleunigen KI-Integration in EDA für die Mikroelektronik

Laut CNews plant das russische Ministerium für Industrie und Handel, im Jahr 2029 drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu starten, um KI in EDA-Tools für digitales, analoges und Mikrowellendesign zu integrieren, womit der Zeitplan früher als ursprünglich geplant verschoben wird. Ziel ist es, die Tool-Leistung zu verbessern und menschliche Fehler zu reduzieren, mit einer Gesamtinvestition von 54,6 Milliarden Rubel bis 2030.
Das russische Ministerium für Industrie und Handel (Minpromtorg) beschleunigt die Integration künstlicher Intelligenz in heimische elektronische Design-Automatisierungswerkzeuge (EDA) für die Mikroelektronik. Laut einer Präsentation von Wladimir Doschdew, Direktor der Abteilung für digitale Technologien, sind für 2029 drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte (OKR) geplant: ‚SAPR Zifra-Pro‘ (digitales Design), ‚SAPR Analog-Pro‘ (analoges Design) und ‚SAPR SVCh-Pro‘ (Mikrowellendesign), wobei der Zeitplan aufgrund der rasanten Entwicklung der KI und des Abschlusses vorbereitender Arbeiten vorgezogen wurde. Die KI-Integration zielt darauf ab, technische Eigenschaften zu verbessern und Aufgaben wie die Analyse von Stromversorgungsnetzen zu bewältigen. Experten weisen auf mögliche Anwendungen hin, darunter Reverse Engineering im CAD, bei dem KI Modelle aus Punktwolken von 3D-Scans erstellt, sowie die Generierung von Fertigungsprozess-Prototypen in CAPP-/CAM-Systemen. Die Gesamt-Roadmap umfasst weitere Projekte, wie den abgeschlossenen ‚Obsidian‘-Demonstrator für die 180-nm-Technologie und laufende Arbeiten an Werkzeugen für verschiedene Prozessknoten. Die gesamten F&E-Kosten für heimische EDA-Werkzeuge bis 2030 werden auf 54,6 Milliarden Rubel geschätzt, mit dem Ziel einer über 90-prozentigen Nutzung in russischen Designzentren, die derzeit auf ausländische Werkzeuge von Synopsys und Cadence angewiesen sind, deren Support nach 2022 eingestellt wurde.
Quelle: CNews — Original
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