Anwendungen 🇷🇺 04.08.2026 09:03

Russischer Steuerdienst behauptet KI-Einsatz, aber ist das nur Automatisierung?

Ein ehemaliger Mitarbeiter des russischen Föderalen Steuerdienstes (FNS) bestreitet offizielle Behauptungen, dass künstliche Intelligenz aktiv in der Steuerkontrolle eingesetzt wird. Er argumentiert, dass die aktuellen Systeme wie AIS Nalog-3 auf vordefinierten Regeln und Automatisierung basieren, nicht auf KI. Der Autor glaubt, dass eine echte KI-Integration erst mit dem System der nächsten Generation, Nalog-4, wahrscheinlich ist.
Ein ehemaliger Mitarbeiter des russischen Föderalen Steuerdienstes, der dort zwölf Jahre lang bis November 2022 tätig war, behauptet, dass der FNS entgegen offizieller Aussagen keine künstliche Intelligenz einsetzt. Er verweist auf offizielle Ankündigungen, unter anderem von Leitern regionaler Inspektionen, die KI für die Risikoanalyse, die Erkennung von Betriebsaufspaltungen und die Prognose von Wirtschaftsmodellen anpreisen. Der Autor versichert jedoch, dass die vorhandenen Werkzeuge im AIS Nalog-3-System auf vordefinierten Regeln beruhen, vergleichbar mit Excel-Makros, und lediglich Abgleiche strukturierter Daten automatisieren. Er erwähnt ASK NDS-2, eine Software, die Umsatzsteuererklärungen und elektronische Rechnungen abgleicht und Abweichungen für menschliche Prüfer zur Untersuchung markiert. Der Autor argumentiert, dass diese Systeme zwar leistungsfähig sind und den Prüfern mehr Daten liefern als zuvor, aber keine KI darstellen. Er prognostiziert, dass echte KI erst mit einem neuen Softwarepaket, Nalog-4, implementiert werden könnte, was möglicherweise die Ökonomie der Steuerkontrolle verändern würde, indem jeder Prüfer deutlich mehr Fälle bearbeiten könnte. Dies könnte insbesondere kleine Unternehmen betreffen, die derzeit aufgrund von Zeitmangel der Prüfer nicht kontrolliert werden.
Quelle: Habr — хаб ИИ — Original
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