RegulierungGeschäft & Markt 🇷🇺 13.08.2026 16:03

Harvard warnt: Künstliche Intelligenz wird Steuereinnahmen dezimieren und soziale Ungleichheit verschärfen

Forscher von Harvard und der Brookings Institution warnen, dass die Einführung von Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft die Struktur der Haushaltseinnahmen verändern, die Arbeitslosigkeit erhöhen und die Ungleichheit verschärfen wird. Regierungen sind dem Risiko schrumpfender Steuereinnahmen ausgesetzt, während sie gleichzeitig mehr für Unterstützung und Umschulung ausgeben. Sie fordern, bereits 2026 mit Reformen der Finanzpolitik zu beginnen, um künftige strukturelle Schocks besser abfedern zu können.
Eine Studie von Harvard und der Brookings Institution, über die Bloomberg berichtet, warnt davor, dass die Einführung von Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft die Strukturen der Haushaltseinnahmen drastisch verändern, die Arbeitslosigkeit erhöhen und die sozioökonomische Ungleichheit verschärfen wird. Regierungen riskieren niedrigere Steuereinnahmen bei gleichzeitig höheren Ausgaben für die Unterstützung und Umschulung von Arbeitnehmern. Die Experten empfehlen, bereits 2026 mit der Reform der Fiskalpolitik zu beginnen. Die Studie modelliert vier Szenarien bis 2060 auf der Grundlage der langfristigen Basisprojektionen des Congressional Budget Office, die einen Anstieg der US-Verschuldung von 101 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2026 auf 175 Prozent bis 2056 vorhersagen. Im ersten Szenario verlangsamt ein schnelleres Produktivitätswachstum (0,5 Prozentpunkte jährlich) das Schuldenwachstum auf 136 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2060. Das zweite Szenario, mit ähnlicher Produktivität, aber Vorteilen, die einkommensstarken Gruppen zugutekommen, erhöht die Steuereinnahmen aufgrund der progressiven Besteuerung, was zu einer Verschuldung von 126 Prozent des Bruttoinlandsprodukts führt. Das dritte Szenario beinhaltet eine Reduzierung der Arbeitskräfte um 3 Millionen und erfordert zusätzliche Sozialausgaben. Das vierte Szenario, mit einem jährlichen Produktivitätswachstum von 1 Prozentpunkt und tieferer KI-Durchdringung, verdrängt 6 Prozent der Arbeitskräfte, verschiebt das Einkommen von der Arbeit zum Kapital und erfordert trotz höherem Bruttoinlandsprodukts erhebliche Unterstützungsmaßnahmen, was die Verschuldung bei 126 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belässt. Die Autoren bezeichnen die fiskalischen Auswirkungen der KI als zentrale wirtschaftspolitische Frage. Russische Experten des Zentrums für makroökonomische Forschung der Sberbank weisen darauf hin, dass Kapitaleinkommen etwa 40 Prozent weniger besteuert werden als Arbeitseinkommen, und sie sehen ähnliche Risiken für Russland, wobei sie auf Schwachstellen bei der Einkommensteuer und den Regionalhaushalten hinweisen.
Quelle: CNews — Original
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