Russland erlaubt KI-Entwicklern die Nutzung von Büchern, Musik und Filmen ohne Zustimmung der Rechteinhaber
Russland plant, KI-Entwicklern die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke zum Trainieren von Modellen ohne Zustimmung der Rechteinhaber oder Zahlung einer Vergütung zu erlauben. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde der Staatsduma vorgelegt und könnte am 1. Januar 2026 in Kraft treten.
In der Staatsduma der Russischen Föderation wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der es Entwicklern künstlicher Intelligenz erlauben würde, Bücher, Musik, Filme und andere urheberrechtlich geschützte Werke zum Training neuronaler Netze zu nutzen. Rechteinhaber sollen eine solche Nutzung nicht untersagen können, eine Vergütung der Urheber ist nicht vorgesehen. Der Entwurf sieht Änderungen des Zivilgesetzbuchs vor, die die Nutzung rechtmäßig veröffentlichter Werke gestatten würden, sofern der Urheber nichts anderes bestimmt. Entwickler sollen zudem Materialien nutzen können, die als gemeinfrei (public domain) gekennzeichnet sind. Das Gesetz könnte am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Es wird davon ausgegangen, dass Rechteinhaber im Falle der Verabschiedung des Gesetzes der Nutzung ihrer Werke widersprechen können, der genaue Mechanismus für einen solchen Widerspruch wurde jedoch noch nicht näher ausgeführt.
Quelle: GNews RU — ИИ в России —
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