EU schreibt Kennzeichnungspflicht für alle KI-generierten Inhalte ab Sonntag vor
TikTok
Google/DeepMind
Ab dem 2. August 2026 müssen Unternehmen in der EU KI-generierte oder KI-bearbeitete Inhalte wie Chatbot-Antworten, Bilder, Audio und Videos deutlich kennzeichnen. Die Regelung soll Verbrauchern helfen, synthetisches Material zu erkennen, und gilt für Plattformen, die sichtbare Marker und technische Identifikatoren einführen müssen. Ausnahmen bestehen für den persönlichen Gebrauch sowie für künstlerische, satirische oder fiktionale Werke.
Am Sonntag, den 2. August 2026, tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft, die Unternehmen in der Region dazu verpflichtet, Inhalte, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder bearbeitet wurden, deutlich zu kennzeichnen. Die Regelung umfasst Chatbot-Antworten, Bilder, Audio und Videos, die von KI generiert wurden. Ziel ist es, den Verbrauchern zu ermöglichen, ohne Rätselraten zu erkennen, ob Material echt oder maschinell erstellt wurde. Diese Anforderung ist Teil des stufenweise eingeführten KI-Gesetzes der EU, das zunächst eine Offenlegung durch sichtbare Kennzeichnungen sowie technische Identifikatoren wie Wasserzeichen oder eingebettete Metadaten vorschreibt. Deepfakes und andere KI-generierte Medien werden immer überzeugender und einfacher herzustellen, was die Authentifizierung erschwert. Inhalte von allgemeinem Interesse müssen gekennzeichnet werden, Ausnahmen gelten jedoch für die private Nutzung sowie für künstlerische, kreative, satirische oder fiktionale Werke. Plattformbetreiber müssen Systeme einsetzen, die KI-Inhalte auch nach Veröffentlichung und erneutem Teilen identifizieren können. Große Technologieunternehmen bewegen sich bereits in diese Richtung: TikTok verlangt seit Jahren, dass Ersteller KI-Inhalte kennzeichnen, und über 3 Milliarden Beiträge wurden bereits mit solchen Kennzeichnungen versehen; auch Instagram und Facebook bieten Kennzeichnungswerkzeuge an. Google warnt jedoch davor, dass eine Überregulierung die Nutzer verwirren könnte, da übermäßige Kennzeichnungen bei jedem Beitrag die Signale bedeutungslos machen könnten. Plattformbetreiber haben bis zum 2. Dezember Zeit, ihre bestehenden Systeme anzupassen; danach wird die Durchsetzung verschärft, und Verstöße werden mit Geldstrafen geahndet.
Quelle: 3DNews —
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