KI-Sicherheit 01.08.2026 00:08

Microsoft kann eine Schwachstelle seit 144 Tagen nicht beheben: Wie ein Word-Dokument alles täuschen kann, was dann Copilot generiert

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Der unabhängige Sicherheitsforscher Hakon Moloy entdeckte, dass in Copilot for Word eine Prompt-Injektion über unsichtbaren Text in Dokumenten möglich ist, die sich selbst reproduziert und andere Dateien infiziert. Microsoft hat das Problem anerkannt und zwei Korrekturen veröffentlicht, einschließlich eines Updates des Modells auf GPT-5.5, aber der Angriff funktioniert immer noch. Experten glauben, dass die Schwachstelle ein architektonisches Problem aller großen Sprachmodelle ist.
Unabhängiger Sicherheitsforscher Håkon Møløy veröffentlichte am 28. Juli 2026 die Ergebnisse einer monatelangen Untersuchung einer Schwachstelle in Copilot für Word. Er entdeckte, dass ein Angreifer bösartige Anweisungen in ein Word-Dokument einschleusen kann, indem er sie in weißer Schrift auf weißem Hintergrund schreibt, für Menschen unsichtbar, aber für das Modell lesbar. Wenn ein Benutzer ein solches Dokument als Quelle in Copilot verwendet, werden die Anweisungen unbemerkt ausgeführt, und das erzeugte Dokument wird zu einem neuen Angriffsvektor, der die Ausbreitung der Infektion ohne Zutun des Angreifers ermöglicht. Microsoft erkannte das Problem Ende März 2026 an und veröffentlichte zwei Korrekturen, wobei die zweite ein Update des Modells auf GPT-5.5 beinhaltete, aber Møløy konnte den Angriff mit einem leicht veränderten Prompt reproduzieren. Der Forscher ist der Ansicht, dass das Problem architektonischer Natur ist und allen modernen Large Language Models innewohnt, was tiefgreifende Forschung für eine vollständige Lösung erfordert. In der Zwischenzeit empfiehlt Microsoft, externe Dokumente als unzuverlässig zu behandeln und generierte Dateien vor dem Versenden zu überprüfen.
Quelle: Numerama — Original
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