Kering am Wendepunkt: Als KI-Optimist in China
Kering meldet das erste vierteljährliche Wachstum seit drei Jahren, angetrieben durch die China-Strategie und Künstliche Intelligenz (KI). CEO Luca de Meo betont Chinas Rolle als Innovationszentrum und KI als Werkzeug, nicht als Ersatz.
Kering hat am 28. Juli seine Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht, mit einem Umsatz von 7,22 Milliarden Euro, was einem vergleichbaren Anstieg von 1 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der Umsatz im zweiten Quartal betrug 3,652 Milliarden Euro, ein Plus von 2 Prozent, was das erste positive vierteljährliche Wachstum seit drei Jahren darstellt. Guccis Umsatz im zweiten Quartal lag bei 1,41 Milliarden Euro, wobei sich der Rückgang von 8 Prozent auf 2 Prozent verringerte, und die operative Marge stieg im ersten Halbjahr um 1 Prozentpunkt auf 17 Prozent. Beim Capital Day im April in Florenz stellte der neue Chief Executive Officer Luca de Meo die Strategie "ReconKering" vor, die darauf abzielt, die wiederkehrende operative Marge zu verdoppeln, den Lagerbestand innerhalb von zwölf Monaten um 1 Milliarde Euro zu reduzieren und innerhalb von vier Jahren etwa 250 Geschäfte zu schließen. China wird als zentraler Innovationshub positioniert, und Kering hat ein digitales Innovationszentrum in Shanghai eröffnet. De Meo, zuvor bei Volkswagen, sieht künstliche Intelligenz als Wegbereiter und nennt ein selbst entwickeltes mobiles KI-Tool, das Daten aus mehreren Kanälen integriert und Berichte generiert. Er glaubt, dass China mit seinen reichhaltigen Daten die KI-Innovation anführen wird, betont jedoch, dass KI menschliche Kreativität nicht ersetzen kann.
Quelle: 36Kr —
Original
