Texas stoppt Netzanbindungen von Rechenzentren wegen überwältigender Nachfrage
Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hat einen Moratorium für neue Stromnetzanschlüsse von Rechenzentren verhängt, bis die Regulierungsbehörden deren Auswirkungen auf das Netz überprüft haben. Dies folgt auf einen sprunghaften Anstieg von Anschlussanfragen, die hauptsächlich von Rechenzentren stammen und die Zuverlässigkeit des Stromsystems des Bundesstaates gefährden könnten.
Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hat ein Moratorium für alle neuen Netzanbindungen von Rechenzentren verhängt und verlangt, dass diese weitere Informationen über die potenziellen Auswirkungen ihrer Projekte bereitstellen. Diese am 3. August angekündigte Maßnahme weist die Public Utility Commission of Texas und den Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) an, eine umfassende Überprüfung und Prüfung aller Rechenzentren im Netzanschlussverfahren durchzuführen. Texas, das Rechenzentren mit Steuererleichterungen und weniger Regulierung aggressiv umworben hat, steht nun vor einem beispiellosen Lastwachstum: Mehr als 1.800 Projekte mit über 474 Gigawatt Anschlussanfragen befinden sich in der Warteschlange von ERCOT, mehr als das Fünffache des bisherigen Spitzenlastbedarfs des Bundesstaates, wobei etwa 90 Prozent auf Rechenzentren entfallen. In Abbotts Büro wird betont, dass dieses Lastwachstum die Zuverlässigkeit und Stabilität des texanischen Stromnetzes gefährden könnte. ERCOT prognostiziert, dass der Bedarf von Rechenzentren bis 2032 den aktuellen Nachfragerekord verdoppeln könnte.
Quelle: Ars Technica —
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