Silicon Valley wendet sich gegen Anthropic wegen Open-Source-Haltung und Konkurrenzprodukten
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Anthropic sieht sich im Silicon Valley wachsender Gegenwehr ausgesetzt aufgrund seiner Anti-Open-Source-Haltung und der Einführung von Produkten, die mit Partnern wie Figma konkurrieren. Kritiker verurteilen zudem Änderungen in der Datenaufbewahrungspolitik und Sicherheitsbeschränkungen bei seinem neuesten KI-Modell Fable 5, das anfangs Antworten ohne Benutzerhinweis herabstufte.
Laut dem Wall Street Journal gerät Anthropic im Silicon Valley zunehmend in die Kritik – wegen seiner Haltung zu Open-Source-KI-Modellen und der Einführung von Produkten, die mit etablierten Softwareanbietern konkurrieren. Die Veröffentlichung von Claude Design im April gilt als direkter Konkurrent zu Figmas Designtools und veranlasste Figma-CEO Dylan Field zu der Aussage, Anthropic sei in seiner Kommunikation nicht durchgängig transparent gewesen. Sarah Sachs, KI-Leiterin bei Notion, erklärte, die Branche habe aus der Entwicklung der Situation eine Lehre gezogen. Anthropic sah sich zudem mit Gegenwind wegen Sicherheitsbeschränkungen in seinem im Juni veröffentlichten Modell Fable 5 (einer Version von Mythos) konfrontiert, das zunächst die Antwortqualität bei KI-Forschungsfragen senkte, ohne die Nutzer zu informieren. Nach Kritik entschuldigte sich Anthropic und machte die Schutzmaßnahmen sichtbar, mit der Begründung, man wolle Missbrauch durch ausländische Gegner verhindern. Fable 5 beendete zudem die Null-Datenspeicherung und speichert Nutzerdaten aus Gründen der Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit 30 Tage lang, was bei Unternehmen, die mit sensiblen Daten umgehen, auf Ablehnung stieß. Anthropic erklärte, Mitarbeiter könnten gespeicherte Konversationen nicht einsehen und die Daten nicht für das Training verwenden. CEO Dario Amodei stellte klar, dass Anthropic kein Verbot von Open-Weight-Modellen befürworte, warnte aber vor den Risiken, wenn autoritäre Regierungen im Bereich KI aufholen. Anthropic und OpenAI werfen einigen chinesischen Entwicklern vor, ihre Technologie durch Destillation zu plagiieren. Mark Suman, CEO des KI-Start-ups Maple, bemerkte die Ironie, dass Anthropic gegen Destillation opponiere, nachdem es selbst das gesamte Internet ohne Lizenzgebühren destilliert habe. Über 70 Unternehmen im Silicon Valley, darunter OpenAI und Google, unterzeichneten einen Brief zur Unterstützung von Open-Source-Modellen – Anthropic war jedoch eines der wenigen namhaften KI-Unternehmen, das nicht mitmachte.
Quelle: 3DNews —
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