KI-SicherheitForschung 🇷🇺 24.07.2026 11:01

Prompt-Injection kann nicht durch Filter geheilt werden: Wie man unzuverlässigen Text mit Architekturmustern isoliert

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Prompt-Injection ist ein struktureller Defekt in großen Sprachmodellen, bei dem unzuverlässiger Text als Anweisung ausgeführt wird. Filter und System-Prompts sind wirkungslos: Selbst die besten Abwehrmechanismen werden bei adaptiven Angriffen in 90% der Fälle durchbrochen. Erfolgreiche Ansätze – Dual-LLM, CaMeL und die Two-Meta-Regel – setzen auf Isolation, anstatt zwischen Gut und Böse unterscheiden zu wollen.
Prompt Injection ist eine Schwachstelle, bei der nicht vertrauenswürdiger Text (z. B. von einer Webseite oder aus einer E-Mail) in den Kontext eines Large Language Models (LLM) gelangt und als Anweisung ausgeführt wird, was zu Datendiebstahl oder unbefugten Aktionen führt. Es handelt sich nicht um einen Jailbreak: Der Angreifer ist eine andere Person, und das Opfer ist ein Benutzer, der lediglich die Verarbeitung des Inhalts angefordert hat. Klassische Schutzmaßnahmen wie der System-Prompt „Ignoriere fremde Anweisungen“ und Eingangsklassifikatoren funktionieren aufgrund der unendlichen Vielfalt an Angriffen und der Nichtdeterminiertheit der Modelle nicht. Die Studie „The Attacker Moves Second“ (2025) zeigte, dass 12 veröffentlichte Schutzmaßnahmen bei adaptiven Angriffen in über 90 % der Fälle durchbrochen werden; eine Live-Red-Team-Sitzung durchbrach alle 100 %. Die Schwachstelle wird durch die „tödliche Drei“ erklärt: private Daten + nicht vertrauenswürdiger Inhalt + Kanal nach außen. Ein Beispiel ist EchoLeak (CVE-2025-32711) gegen Microsoft 365 Copilot: Ein Zero-Click-Exploit per E-Mail umging Klassifikatoren, Link-Filter, Content Security Policy (CSP) und Retrieval-Augmented Generation (RAG). Meta schlug die „Zwei-Regel“ vor: Ein Agent sollte nicht gleichzeitig Zugriff auf Daten haben, nicht vertrauenswürdige Eingaben verarbeiten und den Zustand ändern oder mit der Außenwelt kommunizieren. Das Dual-LLM-Muster verteilt die Funktionen auf zwei Modelle: Das privilegierte (mit Werkzeugen) sieht keinen nicht vertrauenswürdigen Text, das isolierte (mit Text) hat keine Werkzeuge; der Controller-Code übergibt nur symbolische Variablen. Google DeepMind schlug CaMeL (Confidential Multi-Agent LLM) vor – ein System mit Verschlüsselung auf Role-Based Access Control (RBAC)-Ebene, bei dem jedem Agenten nur die erforderlichen Rollen zugewiesen werden und nicht vertrauenswürdige Daten markiert und für privilegierte Agenten unsichtbar sind. Im Jahr 2025 wurden sechs Design Patterns veröffentlicht, die die Isolation je nach Aufgabe systematisieren. Eine funktionierende Implementierung mit drei Modellen, die sich gegenseitig nicht sehen, mit deterministischen Überprüfungen, wird am Beispiel eines FAQ-Generators erläutert, der eine fremde Seite liest, sich ihr aber nicht unterordnet.
Quelle: Habr — хаб ИИ — Original
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