Geschäft & MarktFusionen & Übernahmen 🇷🇺 26.07.2026 17:03

Nokia verpasste den Smartphone-Markt, will aber den KI-Boom nicht verpassen

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Nokia, einst Marktführer bei Telefonen, unterlag den Smartphones, setzt nun aber auf KI-Infrastruktur. Das Unternehmen stärkt sein Rechenzentrumsgeschäft, übernahm den Hersteller optischer Geräte Infinera, und Nvidia erwarb einen Anteil von 2,9 Prozent an Nokia. Seit Jahresbeginn 2026 sind die Aktien um rund 90 Prozent gestiegen.
Im Herbst 2010 wurde Stephen Elop CEO von Nokia, der in einem Brief an die Mitarbeiter einräumte, dass das Unternehmen hinter der Konkurrenz zurückbleibe, und die Situation mit einem Menschen auf einer brennenden Ölplattform verglich. 2011 ging Nokia eine Partnerschaft mit Microsoft ein, machte Windows Phone zur Hauptplattform, und später kaufte Microsoft die Mobilfunksparte von Nokia, konnte das Geschäft jedoch nicht halten, strich tausende Stellen und schrieb Milliarden ab. Anschließend verkaufte Nokia die Sparte für Tastenhandys an HMD Global und konzentrierte sich auf Ausrüstung für Betreiber und Rechenzentren. 2024 kaufte es Infinera für 2,3 Milliarden US-Dollar, und 2025 wurde Justin Hotard, ehemaliger Leiter der Rechenzentrumssparte von Intel, neuer CEO. Nvidia erwarb 2,9 Prozent der Nokia-Aktien und vereinbarte eine Zusammenarbeit. Seit Anfang 2026 sind die Aktien um 90 Prozent gestiegen, und die Wachstumsprognose für die Sparte optische und IP-Netze wurde auf 18 bis 20 Prozent angehoben. Allerdings erzielt das Unternehmen nach wie vor mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit Mobilfunknetzen, deren Wachstum sich verlangsamt, und es leidet unter Komponentenknappheit sowie Abhängigkeit von den Plänen der großen Technologiekonzerne.
Quelle: vc.ru — Original
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