Hardware & InferenzForschung 🇺🇸 27.07.2026 11:06

Low-Carbon-Computing-Plattform aus alten Smartphones

Google/DeepMindGoogle/DeepMind University of California San DiegoUniversity of California San Diego
Forscher der University of California in San Diego bauen mit Unterstützung von Google Computing-Cluster aus den Hauptplatinen ausgemusterter Smartphones. Sie planen, ein Rechenzentrum mit 2000 Pixel-Geräten zu betreiben, um kohlenstoffarmes Cloud-Computing zu ermöglichen, den Bedarf an neuer Hardware zu reduzieren und den CO2-Ausstoß zu senken.
Der CO2-Fußabdruck von Computern setzt sich aus Betriebsemissionen (Energieverbrauch) und grauen Emissionen (Geräteproduktion) zusammen. Forscher der University of California in San Diego entwickeln mit Unterstützung von Google eine Methode zur Verlängerung der Lebensdauer von Smartphones: Aus gebrauchten Telefonen werden die Hauptplatinen entnommen, zu Clustern zusammengeschlossen und als universelle Rechenplattform genutzt. Die Universität plant, ein Rechenzentrum mit 2000 Pixel-Smartphones aufzubauen, das Hunderten von Forschern und Studierenden kostengünstiges Cloud Computing mit geringem CO2-Fußabdruck bietet. Die Leistung eines modernen Smartphone-Prozessors ist mit einem Serverkern vergleichbar; ein Cluster aus 25 bis 50 Telefonen entspricht nach SPEC-Tests einem modernen Server. Vor der Installation werden aus den Telefonen die Akkus, Displays und Gehäuse entfernt, und Android wird durch ein universelles Linux ersetzt. Die Aufgaben werden mithilfe von Kubernetes in Containern orchestriert. Ein Pilotcluster aus 20 Telefonen hat bereits gezeigt, dass er Spitzenlasten für eine Klasse von 75 Studierenden mit einer Latenz verarbeiten kann, die der von Amazon Web Services in nichts nachsteht. Das vollwertige System mit 2000 Geräten wird im Herbst 2026 in Betrieb gehen.
Quelle: Google Research — Original
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