KI-Sicherheit 🇷🇺 30.07.2026 10:03

KI-Wurm entdeckt, der sich über Microsoft Copilot durch versteckte Eingabeaufforderungen in Word-Dokumenten verbreitet

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Der norwegische Datenanalyst Håkon Måløy entdeckte einen KI-Wurm, der sich durch versteckte Eingabeaufforderungen in Word-Dokumenten verbreitet und dazu führt, dass Microsoft Copilot Daten ändert und repliziert. Microsoft wurde im März 2026 benachrichtigt, aber die Sicherheitslücke besteht weiterhin; es gibt noch keine vollständige Behebung.
Håkon Måløy hat eine Sicherheitslücke in Microsoft Copilot gemeldet, bei der ein versteckter Prompt in einem Word-Dokument die KI dazu bringen kann, Daten zu manipulieren und sich selbst zu replizieren. Dies ist eine der ersten öffentlichen Demonstrationen eines sich selbst verbreitenden KI-Wurms über Office-Dokumente. Microsoft und Måløy arbeiten seit März 2026 daran, das Problem zu beheben, aber der bösartige Mechanismus funktioniert noch immer. Zunächst schloss Microsoft den spezifischen Exploit, aber ein umformulierter Prompt umging den Fix. Nach 144 Tagen ohne Lösung entschied sich Måløy, die Sicherheitslücke öffentlich zu machen, ohne den tatsächlichen bösartigen Prompt zu veröffentlichen. Der Angriff funktioniert, wenn ein Benutzer, zum Beispiel bei der Vorbereitung eines Finanzberichts, eine kompromittierte Datei von einer vertrauenswürdigen Website herunterlädt; Copilot ändert dann Zahlen und kopiert die bösartigen Anweisungen in neue Dateien. Andere Mitarbeiter, die die manipulierte Datei verwenden, setzen die Verbreitung fort. Der Angriff erfordert nur das Senden des Dokuments an ein Opfer; kein weiterer Zugriff auf die kompromittierte Website oder den Microsoft 365-Client ist nötig. Copilot soll grundsätzlich keine Anweisungen aus Dokumentinhalten ausführen, tut dies aber manchmal. Eine langfristige Lösung erfordert die Trennung von Zielen und Absichten von verarbeiteten Informationen, aber derzeit ist der einzige garantierte Schutz, Copilot nicht zu verwenden oder alle externen Dokumente als nicht vertrauenswürdig zu behandeln. Microsoft bestätigte das Problem, bedankte sich bei dem Forscher und betonte mehrschichtige Verteidigung und Vorsicht der Kunden.
Quelle: 3DNews — Original
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