KI-Boom treibt Kupferpreise auf Rekordhoch
Die steigende Nachfrage aus der KI-Infrastruktur und Angebotsengpässe haben die Kupferpreise nahe historische Höchststände getrieben und erreichten 13.791 US-Dollar pro Tonne an der Londoner Metallbörse. Der Markt steht vor Störungen durch die Grasberg-Mine in Indonesien und möglichen US-Zöllen, während die Lagerbestände in China mehrjährige Tiefststände erreicht haben.
Die Kupferpreise sind aufgrund des KI-Booms auf nahezu Rekordhöhen gestiegen; an der Londoner Metallbörse erreichten die Preise 13.791 Dollar pro Tonne. Zu den Angebotsengpässen zählt die Grube Grasberg in Indonesien, die zweitgrößte Quelle der Welt, die ihre Produktion nach einem Erdrutsch im September gedrosselt hat; die Prognosen wurden von 85 auf 65 Prozent der Kapazität gesenkt. Auch politische Faktoren, wie mögliche US-Zölle von bis zu 15 Prozent auf Kupferimporte im Jahr 2027, verunsichern den Markt und führen zu einem Anstieg des Handelsvolumens an der COMEX in New York um 40 Prozent sowie einem Rückgang der Lagerbestände in London auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten. Die Nachfrage wird zusätzlich durch Elektrofahrzeuge angekurbelt, die bis zu viermal mehr Kupfer benötigen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. In China sind die Kupferdefizite gravierender: Die Lagerbestände an der Shanghaier Terminbörse fielen Ende Juli auf ein 2,5-Jahres-Tief von 69.000 Tonnen, ein Rückgang von 80 Prozent gegenüber Mitte März, während die Importaufschläge für Kupfer in China Rekordhöhen erreichten. Die Kupferimporte nach China erreichten im Juni mit 280.000 Tonnen ein Neunmonatshoch.
Quelle: 3DNews —
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