Google nutzt KI, um 1.072 Fehler in Chrome zu beheben
Google/DeepMind
Google gibt an, dass KI-Tools nun helfen, Code schneller zu analysieren und Fehler zu erkennen, wodurch die Chrome-Versionen 149 und 150 insgesamt 1.072 Sicherheitslücken beheben konnten – mehr als die vorherigen 23 Versionen zusammen. Das Unternehmen arbeitet außerdem daran, die sogenannte Patch-Lücke zu verringern und dynamisches Patchen einzuführen, um Updates ohne Neustart des Browsers anzuwenden.
Google hat in seinem Sicherheitsblog angekündigt, dass KI-Tools jetzt eine schnellere Code-Analyse und die Erkennung bestimmter Schwachstellen ermöglichen. Infolgedessen haben die Chrome-Versionen 149 und 150 insgesamt 1.072 Sicherheitslücken behoben, mehr als alle Korrekturen in den vorherigen 23 Versionen zusammen, wie BleepingComputer berichtet. KI wird nun in mehreren Phasen des Sicherheitszyklus eingesetzt: Modelle analysieren Code, erkennen Muster, die historischen Schwachstellen ähneln, schlagen mögliche Korrekturen vor und unterstützen Teams während der Validierung. Google merkt an, dass sich die Hauptherausforderung von der Entdeckung von Schwachstellen zur Validierung, Behebung und Verteilung von Patches verlagert hat, bevor Angreifer sie ausnutzen können, wobei die Zahl der erkannten Schwachstellen voraussichtlich steigen wird, da sich die Analysetools verbessern. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, die „Patch-Lücke“ zu verringern – also den Zeitraum zwischen Veröffentlichung und Installation eines Patches – insbesondere für Chromium-basierte Browser wie Edge, Brave und Opera, und beschleunigt die Release-Zyklen mit dem Ziel, alle zwei Wochen neue Hauptversionen herauszubringen. Google experimentiert außerdem mit „dynamischem Patchen“, um Sicherheitskorrekturen ohne Unterbrechung von Benutzersitzungen anzuwenden, und testet automatische Neustarts, wenn Chrome im Hintergrund ohne geöffnete Fenster läuft, derzeit beschränkt auf macOS in Chrome 150. Ziel ist es, den Browser ohne Benutzereingriff kontinuierlich zu aktualisieren, was einen breiteren Trend widerspiegelt, bei dem KI sowohl Verteidigern hilft als auch von Angreifern zur Automatisierung von Schwachstellenforschung genutzt werden könnte.
Quelle: Le Monde Informatique — IA —
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