Google erhöht die Sicherheit von Chrome durch KI-Updates ohne Neustart
Google/DeepMind
Google plant, KI für Updates von Chrome ohne vollständigen Neustart des Browsers einzusetzen, um Schwachstellen schneller beheben zu können. Zudem setzt das Unternehmen große Sprachmodelle zur Fehlersuche ein, was bereits geholfen hat, eine 13 Jahre alte Schwachstelle zu finden und 1072 Fehler in den letzten beiden Versionen zu beheben.
Google hat über die Rolle von KI bei der Sicherheit von Chrome berichtet. Das Unternehmen beabsichtigt, neuronale Netze für die dynamische Aktualisierung des Browsers einzusetzen, wodurch die Notwendigkeit eines vollständigen Neustarts durch den Nutzer entfällt und Patches schneller bereitgestellt werden können. Das ist wichtig, da die Wartezeit auf einen Neustart von Chrome ein Risikofaktor für die Ausnutzung von Zero-Day-Schwachstellen sein kann. Die Technologie funktioniert durch den Austausch von Hintergrund-Tochterprozessen "im laufenden Betrieb" unter Verwendung der mehrschichtigen Architektur von Chrome. Google entwickelt die Funktion weiter und untersucht Optionen für eine nahtlose Wiederherstellung der Sitzung, was beim Übergang zu einem zweiwöchentlichen Update-Zyklus wichtiger wird. Außerdem offenbarte Google die Verwendung großer Sprachmodelle zur Suche nach Schwachstellen: Seit Jahresbeginn sucht eine spezielle Umgebung, die Gemini einschließt, im gesamten Code-Bestand von Chrome nach Schwachstellen. Die KI analysiert den Code in einer isolierten Umgebung ohne Internetzugriff. Gemeinsam mit Google DeepMind und Project Zero, einschließlich der Projekte BigSleep und CodeMender, konnten allein im Mai mehr als 20 Schwachstellen aufgedeckt werden. Zur Behebung wird ein Arbeitsablauf mit mehreren KI-Agenten verwendet, die Korrekturen und Tests generieren. In den letzten beiden Versionen Chrome 149 und 150 wurden 1072 Schwachstellen behoben, was die Anzahl der Korrekturen der vorherigen 23 Versionen übersteigt.
Quelle: 3DNews —
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