CrowdStrike warnt: KI ist sowohl Cyberwaffe als auch riesiges Angriffsziel
CrowdStrike
CrowdStrikes Threat-Hunting-Report 2026 warnt, dass KI zunehmend als Werkzeug von Angreifern und als Ziel eingesetzt wird, was Unternehmen dazu zwingt, ihre Verteidigungsstrategien zu überdenken. Der Report hebt „LLMJacking" hervor, bei dem Angreifer Zugang zum KI-Modell eines Unternehmens erhielten und in zwei Minuten fast 200.000 API-Anfragen generierten, was zu großen finanziellen und operativen Auswirkungen führte. Da KI-gesteuerte Angriffe die manuelle Verteidigung übertreffen, schrumpft das Zeitfenster für das Schließen von Sicherheitslücken.
Laut dem Threat Hunting Report 2026 von CrowdStrike ist künstliche Intelligenz sowohl Waffe als auch Ziel, da Cyberkriminelle KI-Modelle und -Werkzeuge nutzen, um Unternehmensnetzwerke anzugreifen, Daten zu stehlen und Rechenleistung zu ernten. Der Bericht stellt fest, dass von KI-Agenten ausgelöste Hinweise für Threat Hunter inzwischen 2,5-mal zahlreicher sind als manuell erzeugte Hinweise, was es Verteidigern erschwert, böswillige Aktivitäten von erwartetem KI-Verhalten zu unterscheiden. Beispiele hierfür sind Famous Chollima, eine mit Nordkorea in Verbindung stehende Gruppe, die KI-generierte Lebensläufe und Deepfake-Interviews bei Angriffen auf Kryptowährungsfirmen einsetzt, sowie LLMJacking, bei dem Angreifer Zugriffsschlüssel für große Sprachmodelle stahlen und ein Modell zwangen, in zwei Minuten fast 200.000 API-Anfragen zu generieren. Der Bericht hebt außerdem hervor, dass 88 Prozent der erkannten Exploits innerhalb von 48 Stunden nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Proof-of-Concept gestartet wurden, wobei einige Gruppen Exploits innerhalb eines Tages entwickelten. CrowdStrike empfiehlt, KI-Anwendungen abzusichern, phishing-resistente Mehrfaktorauthentifizierung durchzusetzen, die Software-Lieferkette zu schützen und eine proaktive Sicherheitshaltung einzunehmen.
Quelle: ZDNet AI —
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