Gerissene Stromleitung enthüllt neue Bedrohung durch KI-Rechenzentren: Sie können das Netz in Sekunden destabilisieren
ON.Energy
Aufgrund einer gerissenen Stromleitung in der Nähe von Washington schalteten Rechenzentren gleichzeitig auf Notstrom um, was einen Spannungsanstieg im PJM-Netz verursachte. Experten warnen, dass mit dem Wachstum von KI-Clustern solche Ereignisse häufiger auftreten werden, und schlagen Lösungen zur Stabilisierung der Stromversorgung vor.
Ein Leitungsbruch in einem Vorort von Washington hat ein Problem beleuchtet, das Rechenzentren für die Stromnetze verursachen. Nach dem Bruch wechselten mehr als 3 Gigawatt Last nahezu gleichzeitig in den Reservebetrieb, was einen zehnminütigen Spannungssprung im Netz von PJM, dem größten regionalen Stromnetzbetreiber der USA, auslöste. Laut PJM verschwand innerhalb von etwa 30 Sekunden eine Last von rund 3,1 Gigawatt aus dem Stromsystem, was zu einem Energieüberschuss von bis zu 3,49 Gigawatt führte; die vollständige Stabilisierung des Netzes dauerte rund 11 Minuten. Experten weisen darauf hin, dass solche Ereignisse aufgrund der hohen Konzentration von Rechenzentren zum Training neuronaler Netze in Nordvirginia im Verantwortungsbereich von PJM immer wahrscheinlicher werden. Der technische Direktor von ON.Energy, Ricardo de Azevedo, bezeichnete den Vorfall als Warnung vor ernsthaften Problemen. Der leitende Spezialist des Independent Electricity System Operator, Ali Zain Banatwala, meint, dass ein schrittweises Trennen und Wiederversorgen der Anlagen ein sichererer Ansatz wäre. ON.Energy bietet eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für den gesamten Campus eines Rechenzentrums an, um Laständerungen abzufedern; das Unternehmen installiert solche Systeme mit einer Gesamtleistung von 3 Gigawatt an vier Standorten. Der Betreiber ERCOT plant, große Verbraucher, einschließlich KI-Cluster, zu verpflichten, bei kurzzeitigen Störungen angeschlossen zu bleiben. Schätzungen von Synapse Energy Economics zufolge könnte der Anteil der Rechenzentren an der Last von PJM von 6 Prozent im Jahr 2024 auf 24 Prozent im Jahr 2040 steigen.
Quelle: 3DNews —
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