Richter sagt, Trump-Administration fehlt noch Beweise für Anthropic-‘Lieferkettenrisiko’-Label
Anthropic
Ein Richter entschied, dass die Trump-Administration unzureichende Beweise habe, um das KI-Unternehmen Anthropic als Lieferkettenrisiko einzustufen, und blockierte damit ein mögliches Verbot seiner Technologie durch die Bundesregierung. Der Streit entsteht aus stockenden Vertragsverhandlungen mit dem Verteidigungsministerium über den ethischen Einsatz von KI.
In einer Anhörung am Donnerstag erklärte ein Richter, die Trump-Administration habe nicht genügend Beweise vorgelegt, um Anthropic als Lieferkettenrisiko einzustufen und der Bundesregierung die Nutzung der Technologie des Unternehmens zu verbieten. Der Streit geht auf festgefahrene Vertragsverhandlungen zwischen Anthropic und dem Verteidigungsministerium zurück. Anthropic erklärte, dass es nicht wolle, dass seine Künstliche Intelligenz für Massenüberwachung oder tödliche Zielerfassung eingesetzt werde, und argumentierte, die Technologie sei noch nicht ausgereift. Das Pentagon entgegnete, dass ein privates Unternehmen dem Militär nicht vorschreiben dürfe, wie es seine Werkzeuge einsetze, und versicherte, dass die Werkzeuge rechtmäßig genutzt würden. Die Regierung argumentierte, dass Anthropics öffentliche Kritik am Verteidigungsministerium das Verbot rechtfertige – eine Logik, die der Richter als bedenklich bezeichnete und vor einem Präzedenzfall für Vergeltungsmaßnahmen warnte. Das Verteidigungsministerium behauptete zudem, Anthropic könne Modelle während des Betriebs verändern, doch Experten und der Richter sahen dafür keine Belege. Die Anhörung am Donnerstag ist Teil einer von zwei Klagen, die Anthropic im März eingereicht hat; der Richter erwägt, ob ein vorläufiges Verbot dauerhaft gemacht werden soll.
Quelle: TechCrunch AI —
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