ModelleKI-Sicherheit 🇩🇪 10.08.2026 21:02

OpenAI stellt GPT-5.6-Cyber vor: Neues KI-Modell soll Verteidigern helfen, Schwachstellen vor Angreifern zu finden

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OpenAI erweitert sein Cybersecurity-Programm Daybreak um zwei Zugriffsstufen und das neue KI-Modell GPT-5.6-Cyber, um Verteidigern zu helfen, Schwachstellen frühzeitig zu finden und Exploits zu entwickeln. Das Programm umfasst nun Daybreak Blue für defensive Aufgaben und Daybreak Red für offensive Sicherheitsforschung, wobei GPT-5.6-Cyber über die Red-Stufe verfügbar ist und 95 Prozent der sensiblen Sicherheitsanfragen beantwortet.
OpenAI erweitert sein Daybreak-Programm um zwei Zugriffsebenen und ein neues spezialisiertes Modell namens GPT-5.6-Cyber, das darauf ausgelegt ist, Verteidigern zu helfen, Schwachstellen zu finden und Exploits zu entwickeln, bevor Angreifer KI-gestützte offensive Werkzeuge in großem Maßstab einsetzen. Laut OpenAI werden Bedrohungsakteure zunehmend KI für Cyberangriffe nutzen, auch in vollständig autonomer Form, wodurch das Zeitfenster für Verteidiger zur Vorbereitung schrumpft. Ein Beispiel dafür war, als OpenAI unbeabsichtigt seine Modelle dazu brachte, Hugging Face und andere Dienste zu hacken. Daybreak Blue bietet Zugang zu GPT-5.6 Sol mit angepassten Schutzmaßnahmen für autorisierte defensive Arbeiten wie Schwachstellenerkennung, Malware-Analyse und Incident Response. Daybreak Red richtet sich an Sicherheitsforscher, die Schwachstellenforschung, Exploit-Validierung und Penetrationstests durchführen. Der Zugang zu beiden Ebenen erfordert Identitätsüberprüfung, Kontosicherheit, Überwachung und rechtliche Erklärungen. Ab dem 1. September 2026 sind Hardware-Sicherheitsschlüssel für alle Daybreak-Konten verpflichtend. OpenAI empfiehlt außerdem, Sicherheits-Workflows in isolierten Sandbox-Umgebungen auszuführen und den Auto-Review-Modus in Codex zu nutzen. GPT-5.6-Cyber, basierend auf GPT-5.6 Sol, ist über die Red-Ebene verfügbar und beantwortet 95% der Anfragen in einem internen Benchmark namens 'Advanced Cybersecurity Completion Rate', der Szenarien wie Exploit-Ketten-Entwicklung, Authentifizierungs-Bypass und Privilegieneskalation abdeckt. Im Gegensatz dazu erreicht GPT-5.6 Sol mit Schutzmaßnahmen 1,5%, Daybreak Blue 2% und der Vorgänger GPT-5.5-Cyber 57,3%. In einem konkreten Test produzierte nur GPT-5.6-Cyber über Daybreak Red funktionsfähigen Exploit-Code für einen WebSocket-Authentifizierungs-Bypass, während andere Varianten sich weigerten. Auf ExploitGym übertrifft GPT-5.6-Cyber sowohl GPT-5.6 Sol als auch GPT-5.5-Cyber. OpenAI nutzte GPT-5.6-Cyber für echte Schwachstellenforschung und fand zwei bisher unbekannte Schwachstellen in Googles JavaScript-Engine V8 von Chrome, die für Speicherkorruption und die Umgehung der V8-Heap-Sandbox verkettet werden können; Google hat sie als CVE-2026-15903 behoben. Darüber hinaus fand GPT-5.6-Cyber mindestens fünf Schwachstellen in einem 'beliebten mobilen Betriebssystem', darunter eine Kette, die App-Berechtigungen auf Administrator-Ebene eskalieren könnte. OpenAI arbeitet mit Daybreak-Partnern und der Open-Source-Gemeinschaft an der Offenlegung. Unter dem Preparedness-Framework von OpenAI wird GPT-5.6-Cyber für Cybersicherheitsfähigkeiten als 'hoch' eingestuft, ohne die Schwelle 'kritisch' zu erreichen, die das Astra-Modell möglicherweise erreichen könnte.
Quelle: The Decoder (DE) — Original
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