KI-Entwickler kaufen gebrauchte Bücher in großen Mengen für das Training und vernichten sie anschließend
Anthropic
Google/DeepMind
KI-Entwickler kaufen über Zwischenhändler Millionen gebrauchter Bücher, um qualitativ hochwertige Trainingsdatensätze zu erstellen und dabei minderwertige, KI-generierte Webinhalte zu vermeiden. Unternehmen wie Anthropic haben Millionen für die Digitalisierung von Büchern ausgegeben und diese anschließend vernichtet, was ethische Bedenken hinsichtlich des Verlusts seltener Ausgaben und des eingeschränkten Zugangs zu gescannten Daten aufwirft.
KI-Entwickler kaufen über Zwischenhändler Millionen gebrauchter Bücher, um hochwertige Trainingsdatensätze für ihre Modelle zu erstellen und so die Flut minderwertiger, KI-generierter Inhalte im Internet zu vermeiden. Anthropic hat mehrere Millionen Dollar ausgegeben, um große Mengen gedruckter Bücher für das Training von Claude zu digitalisieren und die Bücher anschließend zu vernichten – sie waren zuvor bei Better World Books eingekauft worden. Ein Gericht entschied, dass die Nutzung fair sei, doch Anthropic droht eine mögliche Geldstrafe von 1,5 Milliarden Dollar wegen einer Sammlung von sieben Millionen raubkopierten E-Books; eine ähnliche Klage wurde gegen Google wegen des Trainings von Gemini auf unrechtmäßig erlangten Buchkopien eingereicht. Die ISBNdb-Datenbank, die 111 Millionen katalogisierte Bücher enthält, bietet nun Großhandelsdienste für KI-Entwickler an, wobei die Bestellungen zwischen Tausenden und einer Million Exemplaren pro Transaktion liegen. Tom Harvey, der am Projekt Panama bei Anthropic mitarbeitete, bestätigte, dass bei der Digitalisierung sowohl zerstörungsfreie als auch destruktive Scanmethoden zum Einsatz kommen, wobei Letztere billiger und schneller sind, aber Millionen von Büchern vernichten. Diese Praxis wirft ethische Bedenken auf, da wertvolle oder seltene Bücher aus dem Verkehr gezogen werden und der öffentliche Zugang zu den gescannten Inhalten eingeschränkt wird.
Quelle: 3DNews —
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